Der Peridot zeichnet sich durch eine spezielle optische Eigenschaft aus, die ihn von vielen anderen Edelsteinen unterscheidet. Neben seinen charakteristischen Grüntönen besitzt er eine außergewöhnliche Brillanz, die auch bei wechselnden Lichtverhältnissen erhalten bleibt. Selbst in schwacher Beleuchtung zeigen Steine in Investment-Qualität einen intensiven Glanz und wirken nie matt oder stumpf. Dieser Effekt, der durch die sogenannte Doppelbrechung entsteht, macht den Peridot zu einem einzigartigen Blickfang – und letztlich für Anleger sehr interessant.
Grundsätzlich gehört der Peridot zu den Olivinen. Obwohl Olivin in der Erdkruste häufig vorkommt, sind Peridote in Edelsteinqualität eher selten. Das liegt daran, dass das Mineral an der Erdoberfläche chemisch nicht besonders stabil ist. Die Steine weisen eine Mohshärte von 6 bis 7 auf und gehören damit zu den mittelharten Mineralen.
Woher der Name stammt, ist bis heute nicht geklärt. Wahrscheinlich ging er aus dem lateinischen Wort „paederos“ hervor, das den in seiner unbearbeiteten Form ebenfalls grünen Opal beschreibt. Das arabische Wort für „einzigartig“ könnte ebenfalls einen gewissen Einfluss haben. In anderen Ländern kennt man den Edelstein auch als Chrysolith.
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Peridots sind ab einem Gewicht von 10 ct. interessant für ein Investment. Dabei sollten sie aber auch bei Farbe, Reinheit und Schliff erstklassige Eigenschaften aufweisen. Der Mindestpreis für solch einen Peridot in Investmentqualität beträgt 5.500,-€. Sollte Ihnen ein Exemplar angeboten werden, das zwar die Mindestkaratzahl hat, aber deutlich günstiger ist, bestehen Defizite bei den anderen Qualitätsmerkmalen.
Die Farbe ist der wichtigste Qualitätsfaktor und bestimmt den Wert eines Peridots maßgeblich mit. Generell kommt dieser Edelstein nur in verschiedenen Grünabstufungen vor, also nicht in unterschiedlichen Farbtönen, wie es etwa beim Saphir der Fall ist. Das Element Eisen ist für das einzigartige Grün des Steins verantwortlich.
Das Spektrum reicht hier von einem lichten Grün bis hin zu oliv-ähnlichem Gelbgrün. Der Edelstein kann aber auch bräunliche Nuancen annehmen. Der Großteil der Exemplare am Markt weist ein gelbliches Grün auf. Am beliebtesten und letztlich am wertvollsten sind jedoch Stücke in purem grün, das Gras ähnelt. Raritäten wie Katzenaugen-Peridot und Stern-Peridot sind unter Liebhabern ungewöhnlicher Steine beliebt, aber nicht als Wertanlage geeignet, da die Zielgruppe zu klein ist.
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Der Wert eines Peridots wird stark von seiner Farbsättigung bestimmt. Am begehrtesten und damit schließlich auch am besten geeignet für eine Wertanlage sind Steine, die in einem frischen Grasgrün erstrahlen und eine schöne Tiefe haben. Je größer der Stein und je satter seine Farbe, desto seltener und wertvoller ist das Exemplar.
Peridote sind meistens augenrein. Exemplare mit sichtbaren Einschlüssen haben schon daher einen deutlich geringeren Wert. Hinzu kommt eine besondere Leuchtkraft, die durch den physikalischen Effekt der Doppelbrechung entsteht. Die Kristallstruktur des Peridots besitzt die Fähigkeit, Licht in zwei Strahlen zu spalten und abzulenken, womit die Steine regelrecht lebendig wirken und eine erstaunliche Dreidimensionalität zeigen können. Diese Eigenschaften verstärken letztlich auch die wertentscheidende Farbintensität.
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Peridots mit Einschlüssen sind eher nicht als Investment geeignet. Stattdessen sollten Anleger auf hohe Klarheit und starke Leuchtkraft bei intensiver Tiefenwirkung achten.
Hierzu noch ein Hinweis:
Wir präsentieren Ihnen die Steine in unserem Onlineshop vergrößert um den Faktor 5,67. Diesen Faktor haben wir gewählt, damit Sie sich die Steine etwas besser ansehen können. Je nach Endgerät kann die Darstellung aber natürlich abweichen. Die exakten Maße des jeweiligen Steins können Sie immer dem zugehörigen Befundbericht entnehmen.
Der perfekte Schliff hebt die Farbe und die Brillanz eines Peridots besonders hervor. Somit ist er ein wichtiger wertbestimmender Faktor. Das satte Grün des Peridots und sein einzigartiges Lichtspiel kommen gemeinhin im Facettenschliff am besten zur Geltung. Deshalb sind viele Peridote in Investment-Qualität facettiert.
Weitere beliebte Formgebungen sind der Rundschliff, der Ovalschliff, der Antikschliff, der Princess-Schliff oder der Herzschliff. Aber auch der eckige und klassische Emerald-Cut kann die Eigenschaften des Steins vorteilhaft in Szene setzen. Nur für Stern-Peridots oder Katzenaugen-Peridots wird in der Regel der Cabochon-Schliff angewandt, weil diese Effekte hierdurch besonders zur Geltung kommen.
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Der Schliff gilt als wichtiger Faktor zur Wertbestimmung eines Peridots, die Form an sich ist aber nicht ausschlaggebend. Vielmehr geht es darum, was der Cut in puncto Farbe und Klarheit aus dem jeweiligen Stein herausholt. Oft werden die besten Ergebnisse durch eine Facettierung erreicht, damit sind aber nicht automatisch alle Peridote mit diesem Schliff am wertvollsten. Achten Sie in erster Linie darauf, welcher Cut die beste Farbwirkung erzielt.
Peridot zählt zu den faszinierendsten Edelsteinen mit einer leuchtend grünen Farbpalette – doch nicht alle Vorkommen sind gleich wertvoll. Besonders geschätzt werden Steine, die aus wenigen, herausragenden Regionen stammen.
Einen exzellenten Ruf genießen Peridots aus dem pakistanischen Teil der Kaschmir-Region, insbesondere aus dem Hochlandgebiet von Sapat Gali. Dort geförderte Exemplare überzeugen durch ihre außergewöhnliche Klarheit und ein sattes, fast schon samtiges Grün.
Ebenfalls von beachtlichem Wert sind Peridots aus dem San Carlos Apache-Reservat im US-Bundesstaat Arizona. Diese stammen aus einem vulkanisch geprägten Gebiet und sind im internationalen Handel häufig unter dem Namen „Mesa Verde Peridot“ bekannt. Sie punkten mit ausgezeichneter Farbintensität und hoher Reinheit.
In China hat sich vor allem die Provinz Jilin als wichtige Herkunftsregion etabliert. Die dort gefundenen Peridots heben sich durch ihre grasgrüne Farbe mit einem warmen, goldenen Schimmer ab – eine Kombination, die bei Kennern als besonders edel gilt.
Historisch von großer Bedeutung, wenn auch heute kaum noch aktiv, ist die ägyptische Insel Zabargad im Roten Meer. Dort wurden bereits vor Jahrhunderten Peridots abgebaut, die für ihre lebendige, fast leuchtende Farbwirkung bekannt waren. Auch wenn von dort heute kaum noch neues Material auf den Markt kommt, gelten alte Exemplare weiterhin als begehrte Sammlerstücke.
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Peridots aus etablierten Herkunftsländern wie Pakistan, den USA, China oder Myanmar stehen für eine gewisse Qualitätssicherheit und gelten daher auch als solide Anlageoption. Die geografische Herkunft kann bei diesen Edelsteinen als Qualitätssiegel betrachtet werden, das wesentlich zur langfristigen Wertstabilität beiträgt.