Rubellit – Basiswissen

Rohstein-Rubin

Infos zum Edelstein Rubellit

Der Rubellit wird nicht umsonst als der „kleine Bruder“ des Rubins bezeichnet. Die besten Funde kommen dem König der Farbedelsteine optisch tatsächlich sehr nahe. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb es sich lohnen kann, den Rubellit als Wertanlage zu kaufen. Sehr gute Steine sind begehrt und haben viel Potenzial zur Wertsteigerung.

 Mineralogisch gesehen ist der Rubellit die rote Varietät des Turmalins, weshalb hier oft auch vom Rubellit-Turmalin gesprochen wird. Aber nicht jeder rötliche Turmalin geht automatisch als Rubellit durch. Nur solche Steine, die sowohl im Sonnenlicht als auch bei künstlicher Beleuchtung ihr strahlendes Rot behalten, verdienen diese Einstufung.

 Der Name leitet sich passenderweise vom lateinischen Wort „rubellus“ für „rötlich“ ab.

Turmaline entstehen tief in der Erde aus mineralreichen Lösungen, die sich langsam abkühlen und kristallisieren. Mit einer Mohs-Härte von 7 bis 7,5 ist Rubellit robuster als viele andere Farbedelsteine, aber dennoch etwas weicher als Smaragd, Saphir oder Rubin.

Bitte merken Sie sich:

Für ein Investment kommen Rubellite nur dann in Betracht, wenn sie ein Gewicht von mindestens 5 Karat aufweisen. Zusätzlich müssen sie Top-Werte in Farbe, Klarheit und Schliff aufweisen. Qualitativ geeignete Exemplare starten preislich bei etwa 3.500 Euro. Wird Ihnen ein Stein mit entsprechender Karatzahl unter diesem Wert angeboten, deutet das auf Schwächen bei anderen Qualitätsfaktoren hin.

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Der Einfluss der Farbe auf den Wert eines Rubellits

Der Wert eines Rubellits wird vor allem durch seine Farbintensität bestimmt. Die wertvollsten Exemplare fallen durch eine dunkle, satte Rottönung auf, womit sie hochwertigen Rubinen zumindest auf den ersten Blick sehr ähnlich sind.

 Rubellite zeigen grundsätzlich ein breites Farbspektrum, das von zartem Rosé bis zum begehrten Dunkelrot reicht. Ihre charakteristische Tönung entsteht durch das Element Mangan. Dieses lagert sich während der Bildung des Kristalls in dessen Struktur ein und verändert durch den Einfluss natürlicher Strahlung seine chemische Form. So entsteht die intensive Farbwirkung, die Rubellite so besonders macht.

 Darüber hinaus zeichnet sich der Rubellit durch eine markante visuelle Dynamik aus. Ein oft ausgeprägter Dichroismus lässt ihn aus unterschiedlichen Blickwinkeln in verschiedenen Farbschattierungen erstrahlen. Diese optische Besonderheit verleiht ihm eine mitunter beeindruckende Tiefe und unterstützt seine Brillanz.

 Bitte merken Sie sich:

Dunkelrote Rubellite mit einer schönen, lebendigen visuellen Dynamik sind für Wertanlagen gemeinhin am besten geeignet.

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Der Einfluss der Reinheit auf den Wert eines Rubellits

 Im Gegensatz zu anderen Turmalin-Varietäten, die oft augenrein sind, zeigt der Rubellit in der Regel kleine Einschlüsse. Gerade bei kräftigen Farben treten solche Makel häufiger auf. Deshalb gelten Rubellite mit satter Farbe und gleichzeitig hoher Reinheit als besonders selten und entsprechend wertvoll.

 Diese Spuren müssen jedoch nicht unbedingt ein signifikanter Nachteil sein – solange sie nicht zu groß oder zu zahlreich auftreten und der Charakter des Steins erhalten bleibt. Tatsächlich können sie in manchen Fällen sogar einen positiven Effekt auf die Leuchtkraft haben: Feine, nadelartige Einschlüsse führen mitunter dazu, dass sich das Licht im Inneren besonders schön bricht, womit ein lebendiges Farbspiel erzeugt wird, das dem Stein zusätzlichen Reiz verleiht.

 Bitte merken Sie sich:

Ein Rubellit ohne Einschlüsse bietet die besten Voraussetzungen für eine Wertanlage. Bei einer besonders intensiven Rotfärbung und einem lebendigen Farbspiel lassen sich kleinere Unregelmäßigkeiten eher akzeptieren.

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Der Einfluss des Schliffs auf den Wert eines Rubellits

Ein gekonnter und genau auf den jeweiligen Stein abgestimmter Schliff kann die optische Wirkung eines Rubellits massiv aufwerten. Besonders beliebt sind ovale oder runde Formen, da sie die intensive Farbe von Spitzenexemplaren optimal zur Geltung bringen.

 Wenn der Rubellit viele Einschlüsse enthält, wird er hingegen eher im Cabochonschliff bearbeitet. Dabei gestaltet man den Stein rundlich und glatt – ohne die oft als edelsteintypisch angesehenen Facetten. So lassen sich innere Merkmale wie Fahnen, Bläschen oder kleine Einschlüsse bestenfalls zu einem schönen dreidimensionalen Bild hervorheben. Statt zu stören, können diese Strukturen dem Stein dann sogar mehr Charakter verleihen.

Bitte merken Sie sich:

Gerade bei Rubelliten mit vielen Einschlüssen kann ein gekonnter Cut einiges bewirken. Ein erfahrener Schleifer versteht es, auch auffällige Strukturen geschickt zu integrieren. Trotzdem gilt: Aus einem qualitativ schwachen Stein wird selbst durch den besten Schliff kein Spitzenexemplar. Die Formgebung sollte daher als Verstärkung bereits vorhandener Qualität gesehen werden – nicht als Hauptkriterium für den Wert.

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Begehrte Herkunftsländer für Investment-Rubellite

 Rubellite von höchster Qualität stammen heute vor allem aus Brasilien, Madagaskar und Mosambik. Diese Fundorte sind bekannt für Steine mit intensiver Farbe und starker Leuchtkraft. Die besten Exemplare aus diesen Regionen zeigen eine besonders tiefe Rottönung und nur wenige bis keine Einschlüsse. Dabei kommen durchaus größere Karatgewichte von 10 oder 15 ct. vor. Auch die Brillanz dieser Rubellite ist auffallend stark. Sie entstehen unter geologisch günstigen Bedingungen, die weltweit nur an wenigen Orten zu finden sind.

 Bitte merken Sie sich:

 Rubellite aus Brasilien, Madagaskar oder Mosambik gelten als besonders wertvoll. Die Herkunft allein steigert häufig schon das Interesse von Käufern und Sammlern. Wenn Sie investieren möchten, achten Sie also auf diese Regionen – sie stehen sinnbildlich für Qualität und machen die Steine langfristig marktfähiger.