Während alle roten Varietäten des Minerals Korund als Rubin bezeichnet werden, fallen alle anderen Farbvarianten unter die Bezeichnung Saphir. Es gibt gelbe, rosane, orangene, grüne und sogar farblose Saphire – die wichtigsten Saphire sind allerdings blaue Saphire, die als die begehrtesten blauen Edelsteine der Welt gelten.
Diesem Farbton verdanken Saphire auch ihren Namen, denn „Sappheiros“ ist das griechische Wort für „blauer Stein“. Das Blau entsteht durch Spurenelemente von Eisen und Titan, in seltenen Fällen auch Vanadium. Vor allem auf Sri Lanka, der sogenannten „Edelsteininsel“ werden bereits seit Jahrhunderten hochwertige blaue Saphire abgebaut. Zu finden sind sie dort meist als einzelne Steine im sogenannten Illam, einer Ansammlung von Mineralien wie Quarz, Quarzit, Calcit und Feldspäte, die man in Flussbetten vorfindet.
Auf der Mohs-Härteskala erreicht der Saphir den Wert 9 und ist damit – wie der Rubin – einer der härtesten natürlichen Edelsteine überhaupt. Diese Härte sorgt für eine hohe Abriebfestigkeit und macht den Stein nicht nur als Schmuckstein, sondern auch für industrielle Anwendungen interessant, etwa in der Optik, Medizintechnik oder früher sogar in Plattenspielern.
Neben blauen Saphiren können auch gelbe und organge-rosafarbene (sogenannten Padparadscha-Saphire) interessant. Anleger sollten sich aber gerade beim Aufbau ihres Edelstein-Portfolios auf die Big Three und in diesem Zusammenhang auf blaue Saphire konzentrieren. Saphire in anderen Farben kann man dann später als Ergänzung mit dazu nehmen.
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Als Wertanlage interessant gelten blaue Saphire ab einem Gewicht von 2,0 ct. – vorausgesetzt, sie weisen bei Farbe, Reinheit und Schliff Top-Werte auf.
Die Farbe spielt bei Saphiren eine sehr wichtige Rolle, zumal sich Anleger beim Aufbau ihres Edelstein-Portfolios auf blaue Saphire konzentrieren sollten. Saphire in anderen Farben können in hoher Qualität als Ergänzung sinnvoll sein, Anleger müssen sich aber bewusst sein, dass es hierzu in der Natur auch attraktive andere Steine gibt, weshalb die Handelbarkeit bei diesen Saphiren nicht vergleichbar ist.
Auch bei blauen Saphiren muss differenziert werden, denn es gibt natürlich helle und dunkle Blautöne. Am begehrtesten sind Saphire im bekannten Kornblumenblau, wie sie etwas in Sri Lanka und ehemals in der Kaschmir-Region gefunden wurden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich ausschließlich auf Saphire in Kornblumenblau konzentrieren sollte. Auch andere Blautöne sind sehr begehrt – wichtig ist, dass die Farbe gleichmäßig verteilt und quasi lebendig ist.
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Auch wenn es schöne Saphire in anderen Farben gibt, sollten sich Anleger gerade zu Anfang auf blaue Saphire in hoher Qualität konzentrieren. Blau ist eine der weltweit beliebtesten Farben und der Inbegriff für blaue Edelsteine sind eben blaue Saphire. Auch weil bis Mitte des 19. Jahrhunderts alle blauen Steine als Saphir bezeichnet wurden.
Auch die Reinheit hat natürlich Einfluss auf die Qualität und somit auf den Wert eines Saphirs. Wie auch Rubine werden Saphire der Klasse Typ 2 im international anerkanntem Drei-Typen-Systems des Gemological Institute of America (GIA) zugeordnet.
Entsprechend sind auch beim Saphir Einschlüsse ein Merkmal für ihre Natürlichkeit – sie sollten aber nicht störend und nur bei vergrößerter Ansicht erkennbar sein.
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Mit bloßem Auge sichtbare Einschlüsse, sowie Einschlüsse, die Transparenz und Brillanz des Saphirs beeinträchtigen, führen zu Abzügen bei der Bewertung, was sich negativ auf den Wert auswirkt.
Hierzu noch ein Hinweis:
Wir präsentieren Ihnen die Steine in unserem Onlineshop vergrößert um den Faktor 5,67. Diesen Faktor haben wir gewählt, damit Sie sich die Steine etwas besser ansehen können. Je nach Endgerät kann die Darstellung aber natürlich abweichen. Die exakten Maße des jeweiligen Steins können Sie immer dem zugehörigen Befundbericht entnehmen.
Der Schliff eines Saphirs ist weit mehr als eine bloße Formfrage. Er ist entscheidend dafür, wie stark ein Saphir brilliert, wie gut er seine Farbe zur Geltung bringt – und letztlich auch, welchen Wert er am Markt erzielt. Anders als beim Diamant, steht nicht Brillanz, sondern die optimale Farbwiedergabe und Lichtführung im Vordergrund.
Ein gut geschliffener Saphir verstärkt die natürliche Farbe und sorgt für eine gleichmäßige, lebendige Ausstrahlung über die gesamte Oberfläche hinweg. Fehlerhafte oder unvorteilhafte Schliffe hingegen können den Eindruck von Blässe, „Fenstern“ (durchsichtige Zonen ohne Farbtiefe) oder Dunkelflächen verursachen – was den Marktwert erheblich mindert.
Bei Saphiren wird der Schliff daher so gewählt, dass die Farbintensität im Zentrum des Steins maximiert wird. Je nach Rohstein kommen dafür meist Kissen- und Ovalschliff in Frage, aber es gibt auch Saphire im Herz-, Tropfen- und Smaragdschliff. Wie auch bei Rubinen wird nur selten ein Rundschliff gewählt, da hierbei viel Material abgetragen werden muss, was das Gewicht und somit auch den Wert „unnötig“ reduziert.
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Nicht die Schliffform an sich ist entscheidend, sondern dass die gewählte Schliffform optimal für Lichtführung und Farbwiedergabe gewählt wurde. Natürlich sind hierfür schlussendlich auch die Symmetrie des Schliffs, sowie die finale Politur wichtige Faktoren für die Bewertung des Steins.
Die begehrtesten blauen Saphire der Welt kommen aus der Kaschmir-Region zwischen Pakistan, Indien und China. Nicht nur, dass hier sehr hochwertige Sapire im begehrten Kornblumenbau gefunden wurden, sorgt dafür das Kaschmir-Saphire sehr begehrt sind. Auch der Umstand, dass die Hauptmine in den 1880er Jahren nur etwa fünf Jahre lang aktiv war und bis in die 1970er Jahre nur noch sporadisch gemint wurde, hat natürlich ehrheblichen Einfluss auf die Seltenheit, wodurch sie noch begehrter und entsprechend hoch gehandelt werden.
Als Anleger müssten Sie den fünf- bis sechsfachen Preis gegenüber einem Saphir aus Sri Lanka oder Madagaskar in vergleichbarer Farbe und Qualität bezahlen. Deshalb gilt für Saphire aus der Kaschmir-Region das gleiche Prinzip wie für Rubine aus Burma – die beste Zeit zu investieren liegt in der Vergangenheit.
Die wichtigsten Herkunftsländer für blaue Saphire in hoher Qualität sind aktuell Sri Lanka und Madagaskar. Vor allem Sri Lanka hat sich über viele Jahrzehnte als verlässlicher Lieferant für Top-Qualitäten etabliert. Die dort gefundenen Saphire weisen eine hohe Transparenz und klare Struktur auf, was sie für Anleger besonders attraktiv macht.
Auch Madagaskar hat sich in den letzten Jahren am Markt für Investment-Saphire fest etabliert. Die dortigen Vorkommen liefern Steine mit kräftiger, satter Farbe – oft mit leichtem Violettstich – und gelten als vielversprechende Zukunftswerte.
Andere Länder wie Thailand, Australien, Nigeria oder Tansania fördern ebenfalls Saphire – allerdings meist in dunkleren Tönen oder mit merklichen Einschlüssen, weshalb sie als Herkunftsländer für hohe Qualitäten eher unbedeutend sind.
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Anleger sollten sich vornehmlich auf Investment-Saphire aus Sri Lanka und Madagaskar konzentrieren, weil diese Länder als Herkunftsländer von Saphiren in hoher Qualität bekannt und begehrt sind, die Preise aktuell noch als moderat gelten und das Wertsteigerungspotential entsprechend hoch ist.