Smaragd – Basiswissen

Rohstein-Rubin

Infos zum Edelstein Smaragd

Der Smaragd ist der begehrteste grüne Farbedelsteinen der Welt. Seine große Beliebtheit verdankt er nicht nur seiner intensiven grünen Farbe, sondern auch seiner langen Geschichte als Symbol für Macht und Reichtum – schon im alten Ägypten galt er als heiliger Stein und wurde unter anderem von Kleopatra hoch geschätzt.

Lange Zeit wurden grüne Edelsteine unterschiedlicher Herkunft als Smaragd bezeichnet. Erst durch moderne Analysemethoden ließ sich eindeutig nachweisen, dass viele dieser vermeintlichen Smaragde in Wahrheit andere Minerale waren – etwa grüne Turmaline oder Fluorite. Der Mythos des echten Smaragds blieb davon jedoch unberührt.

Mineralogisch handelt es sich beim Smaragd um die grüne Varietät des Minerals Beryll. Seine Farbe verdankt er dem Vorhandensein von Chrom oder Vanadium. Smaragde entstehen unter sehr speziellen geologischen Bedingungen, was hochwertige Funde äußerst selten macht. Bedeutende Abbaugebiete liegen in Kolumbien, Brasilien und Sambia.

Auf der Mohs-Härteskala erreicht der Smaragd eine Härte von 7,5 bis 8 und gehört damit zu den härteren Edelsteinen. Aufgrund seiner inneren Struktur ist er jedoch empfindlicher gegenüber Druck und Stößen als zum Beispiel Rubin und Saphir.

Bitte merken Sie sich:

Ab einem Mindestgewicht von 1,5 ct. und Top-Werten bei Farbe, Reinheit und Schliff spricht man bei Smaragden von Investmentqualität.

Der Einfluss der Farbe auf den Wert eines Smaragds

Bei Smaragden ist die Farbe der wichtigste Faktor für den Wert. Besonders geschätzt werden Steine mit einem lebendigen, satten Grün, wie es zum Beispiel beim berühmten „Muzo-Grün“ aus Kolumbien vorkommt. Je intensiver und kräftiger der Farbton ist, desto wertvoller gilt der Smaragd.

Auch hellere Grüntöne können attraktiv sein und werden – je nach Geschmack – ebenfalls geschätzt. Entscheidend ist, dass die Farbe natürlich wirkt und dem Stein eine besondere Ausstrahlung verleiht. Regionale Unterschiede spielen ebenfalls eine Rolle: So zeigen sambische Smaragde häufig einen leichten Blaustich, der ebenfalls als hochwertig angesehen wird.

Bitte merken Sie sich:

Die Farbe ist das mit Abstand wichtigste Bewertungskriterium beim Smaragd. Je intensiver und harmonischer das Grün, desto höher ist der Wert.

rohstein-rubin

Der Einfluss der Reinheit auf den Wert eines Smaragds

Smaragde gelten gemmologisch als Typ-3-Edelsteine, bei denen sichtbare Einschlüsse als normal gelten. Diese sind so charakteristisch, dass sie im Fachjargon als „Jardin“ (französisch für „Garten“) bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um feine, oft ästchenartige Strukturen oder kleine Risse im Inneren des Steins, die als Echtheitsmerkmal gelten und jeden Smaragd einzigartig machen.

Im Gegensatz zu anderen Edelsteinen, bei denen Einschlüsse meist wertmindernd wirken, sind sie bei Smaragden bis zu einem gewissen Grad akzeptiert – vorausgesetzt, sie beeinträchtigen die Transparenz und Ausstrahlung nicht. Entscheidend ist, ob der Stein mit bloßem Auge einen harmonischen Gesamteindruck vermittelt.

Bitte merken Sie sich:
Einschlüsse sind bei Smaragden die Regel, nicht die Ausnahme. Solange sie die Schönheit des Steins nicht stören, wirken sie sich nicht negativ auf den Wert aus – sondern können sogar dessen Charakter unterstreichen.

Hierzu noch ein Hinweis:

Wir präsentieren Ihnen die Steine in unserem Onlineshop vergrößert um den Faktor 5,67. Diesen Faktor haben wir gewählt, damit Sie sich die Steine etwas besser ansehen können. Bei dieser Vergrößerung erscheinen auch Einschlüsse, die man mit bloßem Auge kaum wahrnimmt, deutlich störender.

Der Einfluss des Schliffs auf den Wert eines Smaragds

Der Schliff beeinflusst bei Smaragden maßgeblich, wie gut ihre Farbe und Brillanz zur Geltung kommen. Besonders etabliert ist der sogenannte Smaragdschliff – ein rechteckiger oder quadratischer Stufenschliff mit abgeschrägten Ecken. Er wurde speziell für Smaragde entwickelt, um die empfindlichen Kanten zu schützen und gleichzeitig die Tiefe der Farbe durch interne Reflexionen zu betonen.

Große, offene Facetten ermöglichen dabei einen tiefen Einblick in den Stein und lassen Farbe und Reinheit besonders eindrucksvoll wirken. Wichtig für die Bewertung ist aber nicht nur die Form, sondern auch die handwerkliche Ausführung: Proportionen, Symmetrie und Politur spielen eine entscheidende Rolle für die optische Wirkung und damit natürlich auch für den Marktwert.

In diesem Zusammenhang gibt es bei Smaragden noch eine Besonderheit:

Die meisten Smaragde werden geölt, um sie besser schleifen zu können, weshalb Leichte Rückstände in Ordnung sind und sich nicht wertmindernd auswirken. Solange im Befundbericht von „CE(O): Minor“ oder „Grad der Behandlung: mäßig“ die Rede ist, muss man sich als Anleger in diesem Punkt keine Sorgen machen.

Bitte merken Sie sich:

Ein präziser Schliff, idealerweise im klassischen Smaragdschliff, steigert die Ausstrahlung und damit auch den Wert eines Smaragds erheblich. Unsymmetrische Proportionen oder schlechte Politur führen dagegen zu deutlichen Preisabschlägen.

rohstein-rubin

Smaragde aus Kolumbien sind das Maß aller Dinge

Die schönsten und wertvollsten Smaragde der Welt stammen seit Jahrhunderten aus Kolumbien – insbesondere aus den legendären Minen von Muzo und Chivor. Bis heute gelten die kolumbianischen Minen als erste Adresse für Investment-Smaragde, da dort nach wie vor regelmäßig Steine von außergewöhnlicher Qualität gefunden werden.

Seit Ende der 1970er-Jahre hat sich Sambia als zweite wichtige Quelle etabliert. Zwar finden sich dort tiefgrüne Steine mit beachtlicher Farbsättigung, sie weisen jedoch häufiger Einschlüsse auf und zeigen gelegentlich einen leichten Blaustich. Inzwischen ist bekannt, dass die Vorkommen hochwertiger Smaragde in Sambia nahezu erschöpft sind. Das Bergbau-Unternehmen Gemfields, der weltweit größte Explorer für Farbedelsteine und Betreiber der wichtigsten Mine in Sambia hat sogar den Abbau von Smaragden in Sambia zum Jahreswechsel komplett gestoppt, da sich die Förderung nicht mehr rentiert.

Laut eigener Aussage wird mit Hochdruck daran gearbeitet, neue Abbaugebiete für hochwertige Smaragde in Sambia zu finden, ob dies gelingt und wann, steht allerdings in den Sternen.

Anleger sollten diese Nachricht allerdings nicht falsch interpretieren! Jetzt schnell noch zu versuchen, Smaragde aus Sambia zu erwerben, weil man davon ausgeht, dass schon bald der Zukunftsbonus eintritt, könnte sich als Fehlentscheidung herausstellen.

Hierzu muss man berücksichtigen, dass Kolumbien viel bedeutender für den Smaragd-Markt ist als Sambia. Smaragde aus Sambia stellen eher eine Alternative zu Smaragden aus Kolumbien da – durch den Wegfall wird sich die weltweite Nachfrage also zwangsläufig noch stärker auf Smaragde auf Kolumbien konzentrieren. Darüber hinaus, könnte es Gemfiels ja wirklich gelingen, in naher Zukunft weitere Smaragd-Vorkommen in Sambia zu finden.

Als drittes Herkunftsland sollte man auch Brasilien nennen. Brasilien verfügt über mehrere Smaragdvorkommen – etwa in der Region Nova Era oder in der Belmont-Mine. Die dort geförderten Steine zeigen eine breite Palette an Qualitäten. Zwar lassen sich auch vereinzelt Investment-Smaragde finden, doch spielt Brasilien im hochpreisigen Segment eine eher untergeordnete Rolle.

Darüber hinaus gibt es weitere Länder, in denen Smaragde gefunden werden – darunter Russland, Simbabwe, Afghanistan, Pakistan, Äthiopien und Österreich (Habachtal). Auch in diesen Ländern werden hin und wieder schöne Steine gefunden, allerdings handelt es sich hierbei definitiv nicht um Herkunftsländer, die auf dem internationalen Markt stark nachgefragt sind.

Bitte merken Sie sich:

Anleger sollten sich vornehmlich auf Smaragde aus Kolumbien konzentrieren. Die Erschöpfung der Vorkommen in Sambia verschärft die Knappheit und Exklusivität kolumbianischer Steine, weshalb wir hier aktuell sehr gespannt, wie sich der Markt in den nächsten Monaten entwickeln wird.