Goldberyll und Heliodor
Der Goldberyll, auch als Heliodor bekannt, gehört zur gleichen Mineralfamilie wie der Smaragd und der Aquamarin. Sein intensives Gelb erinnert an eingefangenes Sonnenlicht. Nicht umsonst bedeutet Heliodor auf Griechisch „Geschenk der Sonne“. Trotz seiner beeindruckenden Erscheinung haben bislang nur wenige Anleger diesen Edelstein im Blick.
Was ist Goldberyll?
Goldberyll ist eine gelbe bis goldorange Varietät des Minerals Beryll. Er entsteht durch magmatische Prozesse oder Ablagerungen heißer, mineralreicher Flüssigkeiten in Gesteinsspalten. Mit einer Mohshärte von 7,5 bis 8 ist Goldberyll härter als Quarz und eignet sich bestens für hochwertigen Schmuck.
Die charakteristische Farbe des Goldberylls entsteht, wenn Aluminium im Kristallgitter teilweise durch dreiwertiges Eisen ersetzt wird. Das Farbspektrum reicht von hellem Zitronengelb über warmes Gold bis zu kräftigem Orange-Gelb. Manche Exemplare zeigen auch grünlich-gelbe Nuancen.
Goldberyll und Heliodor im Vergleich
Die Begriffe Goldberyll und Heliodor werden heute synonym verwendet. Beide beschreiben denselben gelben Beryll. Historisch gab es eine feine Unterscheidung. Goldberyll bezeichnete eher reine Gelbtöne, Heliodor eher grünlich-gelbe Nuancen. In der modernen Gemmologie spielt diese Unterscheidung kaum noch eine Rolle. Entscheidend für den Wert sind Farbintensität, Reinheit und Größe.
Der Name Heliodor stammt aus dem Griechischen. Helios bedeutet Sonne, doron bedeutet Geschenk. Der Begriff wurde 1910 geprägt, als in Namibia bedeutende Vorkommen entdeckt wurden. Goldberyll ist der ältere, rein beschreibende Begriff für die goldgelbe Färbung.
Eigenschaften des Goldberylls
Farbe Zitronengelb bis Orange-Gelb, teils mit grĂĽnlichen Nuancen
Reinheit Meist augenrein, ohne sichtbare EinschlĂĽsse
Behandlung In der Regel unbehandelt und vollkommen natĂĽrlich
Verwandtschaft Smaragd, Aquamarin, Morganit
Wo wird Goldberyll abgebaut?
Hochwertige Goldberylle und Heliodore stammen aus Brasilien, Sri Lanka und Madagaskar. Das namensgebende Vorkommen liegt in Namibia, wo 1910 die ersten bedeutenden Heliodor-Funde gemacht wurden. Weitere Lagerstätten finden sich in Pakistan, Afghanistan, der Ukraine und den USA.
Die Herkunft beeinflusst den Wert eines Goldberylls erheblich. Steine aus Regionen mit bekannt intensiver Färbung erzielen Premiumpreise.




