Rauchquarz

Der Rauchquarz, einer der wenigen natürlich vorkommenden dunkelfarbigen Edelsteine, fasziniert besonders durch seinen mitunter außergewöhnlichen Farbwechsel (Pleochroismus), ein Phänomen, das bei seiner intensiven Schattierung eine bemerkenswerte Seltenheit darstellt. Diese einzigartigen Eigenschaften machen ihn zu einem reizvollen Stein. Doch wie steht es um seine Eignung als Wertanlage?

Auf dieser Seite beleuchten wir den Rauchquarz detaillierter: seine mineralogischen Eigenschaften, wie und wo er verwendet wird und wie sein Potenzial als Investment einzuschätzen ist. Tiefergehende Informationen zu spezifischen Varietäten und weiteren Aspekten finden Sie im Anschluss im FAQ-Bereich.

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Rauchquarz – Der geheimnisvolle dunkle Edelstein

Rauchquarz gehört zu den wenigen natürlich dunkelfarbigen Edelsteinen und fasziniert durch seine erdigen Brauntöne bis hin zu tiefem Schwarz. Sein besonderes Merkmal: der Pleochroismus – ein Farbwechsel, der bei Betrachtung aus verschiedenen Winkeln rötliche, gelbliche oder violette Nuancen offenbart.

Was ist Rauchquarz?

Rauchquarz ist eine dunkel gefärbte Varietät des Minerals Quarz (SiO₂). Seine charakteristische Farbe entsteht durch natürliche Gammastrahlung, die über Millionen Jahre auf Aluminiumeinlagerungen im Kristallgitter einwirkt. Die internationale Bezeichnung lautet „Smoky Quartz“.

Mit einer Mohshärte von 7 ist Rauchquarz widerstandsfähig und bestens für Schmuck geeignet. Die Farbpalette reicht von zartem Graubraun über warmes Cognac bis zum fast schwarzen Morion.

Fundorte und Qualität

Hochwertiger Rauchquarz stammt aus Brasilien, Madagaskar, den Schweizer Alpen und Schottland. Der schottische Cairngorm-Rauchquarz ist besonders begehrt.

Wichtig: Bei Steinen aus Arkansas (USA) ist Vorsicht geboten – diese sind häufig künstlich bestrahlt und deutlich weniger wertvoll als natürlich gefärbte Exemplare.

Rauchquarz-Varietäten

Morion: Die dunkelste Form, fast schwarz und oft undurchsichtig. Der Name stammt vom lateinischen „mormorion“ (sehr dunkler Stein).

Cairngorm: Gelbbrauner bis rauchbrauner Rauchquarz aus Schottland, auch „Schottischer Topas“ genannt.

Rauch-Citrin: Seltene Mischform mit gelblichen Tönen.

Verwendung von Rauchquarz

Rauchquarz findet sich vor allem in Schmuck: Ringe, Ketten, Anhänger und Ohrringe profitieren von seinen eleganten, erdigen Tönen. Gut ausgebildete Kristalle sind zudem begehrte Sammlerstücke.

In der Steinheilkunde wird Rauchquarz eine erdende, stressabbauende Wirkung zugeschrieben. Er soll negative Energien transformieren und einen klaren Geist fördern.

Rauchquarz als Wertanlage?

Rauchquarz ist ein schöner Schmuck- und Sammlerstein, jedoch keine geeignete Wertanlage. Die Gründe:

Die Verfügbarkeit ist zu hoch und die Preise selbst für Spitzenexemplare bleiben moderat. Eine signifikante Wertsteigerung ist nicht zu erwarten – der Markt wird von Liebhaberpreisen bestimmt, nicht von Investorennachfrage.

Die bessere Alternative für Ihr Investment

Wer dunkle, elegante Edelsteine mit echtem Wertsteigerungspotenzial sucht, findet in den etablierten Farbedelsteinen die richtige Wahl:

  • Rubine – Der König der Edelsteine mit nachgewiesener Wertstabilität
  • Saphire – Tiefes Blau mit weltweiter Nachfrage und liquiden Märkten
  • Smaragde – Intensives Grün, seit Jahrhunderten als Wertanlage etabliert
  • Tansanite – Tausendfach seltener als Diamanten, nur an einem Ort abbaubar

Diese Edelsteine bieten, was Rauchquarz fehlt: begrenzte Vorkommen und einen internationalen Investmentmarkt.

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